VCÖ-Analyse: Auf Nord-Süd Route ist Samstag der stärkste Reisetag – sonst freitags meister Verkehr

VCÖ (Wien, 2. Juli 2015) – Der Samstag ist auf den Nord-Süd-Verbindungen der stärkste Reisetag, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Auf der Tauernautobahn und auf der Brennerautobahn fahren samstags um rund ein Viertel mehr Autos als am Freitag. Auf den meisten anderen Autobahnen ist die Verkehrsbelastung aufgrund des zusätzlichen Berufsverkehrs am Freitag am stärksten. Aufgrund der Hitzewelle in den kommenden Tagen unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen, betont der VCÖ.

„Auf der Tauern- und Brennerautobahn sind an den stärksten Reisetagen doppelt so viele Autos unterwegs wie im Rest des Jahres. Vor allem an den Samstagen ist die Verkehrsbelastung enorm hoch“, fasst VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zusammen. Die Zählstellen des vergangenen Juli zeigen sehr deutlich: Auf der Nord-Südroute ist der Samstag der stärkste Reisetag.

Auf der A10 waren im Juli bei Tenneck im Schnitt rund 63.000 Pkw pro Samstag unterwegs, um rund ein Viertel mehr als am Freitag und Sonntag. Auf der A13 waren es im Juli samstags fast 62.000 Pkw, um rund 13.000 Autos mehr als freitags oder sonntags. Auf der A2 bei Maglern an der Grenze nach Italien waren samstags sogar doppelt so viele Autos unterwegs als am Freitag, macht der VCÖ aufmerksam. Auch auf der A1 bei Walserberg und der Karawanken-Autobahn ist am Samstag deutlich mehr Verkehr als am Freitag und Sonntag.

Auf den anderen Autobahnen ist hingegen am Freitag die Staugefahr am größten. So waren auf der A1 bei Bergheim freitags rund 102.000 Pkw unterwegs, um rund 20.000 mehr als am Samstag und auf der A23 waren freitags mit rund 185.000 sogar um rund 30.000 Autos mehr unterwegs. Auf der A3 bei Ebreichsdorf waren freitags fast um ein Drittel mehr Autos unterwegs, auf der A22 bei Kaisermühlen war die Belastung um ein Viertel höher, so die VCÖ-Analyse.

„Vor allem in den Ballungsräumen kommt am Freitag zusätzlich zum Urlauberverkehr der tägliche Berufsverkehr dazu. Um Staus nachhaltig zu vermeiden, braucht es in den Ballungsräumen mehr öffentliche Verkehrsverbindungen aus dem Umland in die Städte. Das würde die täglichen Staus im Früh- und Abendverkehr vermeiden und gleichzeitig die Straßen im Urlaubsreiseverkehr entlasten“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

Entspannter ist die Reise am Sonntag. Neben einer geringeren Anzahl an Autos, sind vor allem kaum Lastwagen unterwegs. Wer dieses Wochenende mit dem Auto in den Urlaub startet, unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen, um im Fall eines Staus ausreichend zu trinken zu haben. Und: Aufmerksam und rücksichtsvoll fahren, Tempolimits einhalten, ausreichend Abstand halten, nicht Drängeln. "Wer nach dem Motto "gleiten statt rasen" fährt, ist verkehrssicherer unterwegs und trägt damit auch zur Stauvermeidung bei. Denn häufig sind auch Unfälle die Ursache von Staus", wünscht VCÖ-Experte Gansterer allen eine sichere Fahrt in den Urlaub.

Eine staufreie Alternative für die Fahr in den Urlaub kann bei einigen Destinationen die Bahn sein. Auch hier gilt wie auf der Straße: Unter der Woche gibt es mehr freie Plätze.

 

VCÖ: Wo am Samstag die stärkste Verkehrsbelastung ist (Durchschnittlicher Pkw-Verkehr am Samstag im Juli 2014, in Klammer (Freitag /Sonntag)

A1 Walserberg: 68.030 Pkw pro Samstag (56.733 / 60.033)

A2 Steinabrückl: 90.039 Pkw pro Samstag (87.252 / 80.975)

A2 Maglern: 36.735 Pkw pro Samstag (17.112 / 20.601)

A4 Schwechat: 93.399 Pkw pro Samstag (93.361 / 92.886)

A4 Parndorf: 54.370 Pkw pro Samstag (53.969 / 46.903)

A9 Selzthaltunnel: 34.389 Pkw pro Samstag (33.458 / 31.572)

A10 Tenneck: 62.799 Pkw pro Samstag (48.990 / 51.423)

A11 St. Martin: 25.922 Pkw pro Samstag (17.498 / 17.506)

A12 Kufstein: 49.556 Pkw pro Samstag (42.506 / 46.758)

A13 Gärberbach: 61.782 Pkw pro Samstag (48.382 / 49.389)

S16 Grins: 17.667 Pkw pro Samstag (17.083 / 16.583)

Quelle: Asfinag, VCÖ 2015

 

VCÖ: Wo am Freitag die stärkste Verkehrsbelastung ist (Durchschnittlicher Pkw-Verkehr am Freitag im Juli 2014, in Klammer (Samstag / Sonntag)

A1 Traun: 110.348 Pkw pro Freitag (96.057 / 93.869)

A1 Bergheim: 102.497 Pkw pro Freitag (82.086 / 69.359)

A2 Wr. Neudorf: 169.790 Pkw pro Freitag (152.449/ 134.457)

A3 Ebreichsdorf: 44.573 Pkw pro Freitag (34.499/ 32.779)

A4 Nickelsdorf: 32.517  Pkw pro Freitag (31.999 / 30.615)

A5 Eibesbrunn: 39.715  Pkw pro Freitag (38.504 /31.295)

A6 Potzneusiedl: 21.839  Pkw pro Freitag (19.826 /19.250)

A7 Neue Welt: 100.143  Pkw pro Freitag (72.267 /62.566)

A8  Krenglbach: 55.468  Pkw pro Freitag (55.056 /47.067)

A9 Seiersberg: 78.064 Pkw pro Freitag (65.580 / 50.336)

A12 Ampass: 74.531 Pkw pro Freitag (69.821 / 58.637)

A14 Schwarzach: 52.497 Pkw pro Freitag (43.851/ 38.730)

A21 Brunn am Gebirge: 85.538 Pkw pro Freitag (71.777/ 66.641)

A22 Kaisermühlen: 114.153 Pkw pro Freitag (90.556/ 82.967)

A23 St. Marx: 184.943 Pkw pro Freitag (153.965/ 137.391)

A25 Marchtrenk: 54.635 Pkw pro Freitag (45.455/ 39.458)

S1 Rustenfeld: 73.306 Pkw pro Freitag (65.752/ 56.598)

S2 Hermann Gebauer Straße: 49.373 Pkw pro Freitag (47.622/35.662)

S4 Neudörfl: 21.876 Pkw pro Freitag (18.401/ 15.594)

S5 Zaina: 31.889 Pkw pro Freitag (27.143/ 26.713)

S6 Kindberg: 25.938 Pkw pro Freitag (21.347/ 20.876)

S31 Wulkaprodersdorf: 28.592 Pkw pro Freitag (21.496/ 19.868)

S33 St. Pölten: 29.140 Pkw pro Freitag (22.480 / 21.574)

S35 Röthelstein: 16.590 Pkw pro Freitag (13.828 / 12.981)

S36 Zmöllach: 22.539 Pkw pro Freitag (19.095 / 18.793)

Quelle: Asfinag, VCÖ 2015

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