Wasserstoff weltweit fast nur aus fossilen Quellen

Wasserstoff leistet nur dann einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, wenn er aus erneuerbarer Energie gewonnen wird.

CO2-Emissionen des Verkehrs nehmen 2019 zum 5. Mal in Folge zu

Laut Nowcast des Wegener Centers der Universität Graz stiegen die CO₂-Emissionen des Verkehrs erneut.

Mobilität bei Wohngebäuden in Neubau und Sanierung mitplanen

E-Carsharing ist für Wohnanlagen gut geeignet - im Neubau und im Bestand.

Platz für Fortbewegung und Aufenthalt schaffen

Von vielen unbemerkt hat die Dominanz des Autos in den letzten Jahrzehnten auch den Sprachgebrauch geprägt.

Was tun mit Einnahmen aus CO2-Bepreisung?

In der aktuellen Diskussion über eine CO2-Steuer wird völlig ausgeblendet, was mit den Einnahmen daraus gemacht werden kann. Wie und wo die Einnahmen sinnvoll eingesetzt werden, ist aber der Knackpunkt für die Umsetzbarkeit einer CO2-Steuer, und worüber wirklich gesprochen werden sollte.

Das Prinzip der "Schwammstadt" gegen urbane Hitze

Dichte Verbauung, Oberflächenversiegelung und Wärme-Emissionen von Gebäuden und Fahrzeugen führen besonders in Städten zu verstärkter Hitze und kaum Abkühlung. Das Prinzip der "Schwammstadt" verwirklicht durchlässige Straßenoberflächen mit vergrößerten Schotterbereichen im Untergrund. Einerseits finden so Bäume genug Platz zum Wachsen, andererseits kann Regenwasser lokal versickern - und bei Hitze durch langsames Verdunsten die Umgebung aktiv kühlen.

Der relevante CO2-Anstieg bei Tempo 140 ist wesentlich höher als medial berichtet

Bei der Darstellung der Ergebnisse des Tempo 140-Test hinsichtlich des CO2-Ausstoßes gibt es einen wesentlichen Kritikpunkt sowie weitere Ungereimtheiten. Die Steigerung des CO2-Ausstoßes ist nicht marginal, wie behauptet, sondern beträgt plus 3,5 Prozent für Pkw.

Mit On-Demand-Mobilität flächendeckend den Öffentlichen Verkehr ergänzen

Mikro-ÖV auf eine neue Stufe heben und flächendeckend in das Gesamtangebot integrieren

Ende der Freiflüge auf Klimakosten

Der Verkehr ist das Problemfeld im Klimaschutz, und innerhalb des Verkehrs weist das Fliegen den größten CO2-Anstieg auf. Es ist höchst an der Zeit, die antiquierten Steuerprivielgien des Flugverkehrs in Europa zu beenden.

Suffizienz statt Effizienz - wie groß ist ausreichend?

Suffizienz meint, den tatsächlichen Bedarf an Ressourcen zu senken durch eine Verringerung des Konsums auf ein verträgliches Maß. Was bisher in der Autoindustrie umgesetzt wird, ist vor allem ein Drehen an der Effizienz-Schraube: eine Verbesserung der Ergebnisse im Verhältnis zu den eingesetzten Ressourcen durch bessere Technik.

Selbstfahrende Autos verändern die Städte

Autonom fahrende Autos sind derzeit noch eine technische Herausforderung. Wenn sie aber einmal verfügbar sind, werden sie nicht nur nachhaltige Auswirkungen darauf haben, wie wir uns in den Städten fortbewegen, sondern auch wie die Städte aussehen werden.

Sicherheitsgefühl durch Gemeinschaft der Fahrgäste stärken

Im vergangenen Jahr waren die Themen Sicherheit im Öffentlichen Verkehr und guter Umgang der Fahrgäste untereinander medial sehr präsent. Die Frage, ob sich Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sicher fühlen, untersuchten VCÖ und Sora-Institut beim VCÖ-Bahntest 2018 anhand des Framing-Ansatzes. 

Wo Österreich auf ein massives Budgetproblem zusteuert

Die Lücke zum CO2-Ziel im Verkehr wird größer statt kleiner. Es braucht eine Vielzahl an raschen und wirksamen Maßnahmen. Wäre der CO2-Ausstoß des Verkehrs wenigsten um jährlich nur ein Prozent im Durchschnitt reduziert worden, wäre das verbleibende CO2-Budget für Österreich um mehr als 20 Prozent größer. 

Wie nachhaltig sind selbstfahrende Elektroautos?

Eine große Studie der UC Davis beschreibt eine Mobilitätswende durch 3 Revolutionen im Verkehr: Automatisierung, Elektrifizierung, Sharing. Zusammen könnten diese 3 Faktoren 80% CO2-Emissionen einsparen, so die AutorInnen. Eine vertiefte Recherche zeigt die Problematiken solcher Abschätzungen auf.  

 

Wie die Umstellung auf E-Fahrzeuge gelingen kann

E-Mobilität ist durch den Start von E-Scooter-Sharing in Wien in vielen Medien Thema. Schon im Jahr 2017 wurden geschätzte 20.000 E-Scooter (Tretroller mit E-Antrieb bis 25 km/h, Quelle VSSÖ) in Österreich verkauft. Das Beispiel E-Scooter zeigt, dass die Verbreitung der E-Mobilität „von unten“, also die Elektrifizierung kleiner, leichter Fahrzeuge wie Fahrräder oder Roller, enorm an Bedeutung gewinnt.

Glaubwürdigkeit der Autohersteller im Sinkflug

Glauben Sie noch den Autoherstellern? Es ist das gleiche Spiel bei allen neuen Umweltmaßnahmen im Autobereich: Erst behaupten die Autohersteller, die Vorgaben seien technisch überhaupt nicht machbar. Dann seien sie zwar machbar aber nur zu enormen Kosten, die Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche gefährdeten, wenn nicht gar den Wirtschaftsstandort ...

Grünflächen gegen Hitze brauchen Platz

Ein heißer Sommer 2018 ist zu Ende. Wien und Bregenz verzeichneten mit 32 bzw. 16 Hitzetagen mit mindestens 30 Grad Höchstwert neue Rekorde. In Wien gab es insgesamt 40 Tropennächte, und damit mehr als in jedem anderen Sommer seit Messbeginn. Diese Hitzewellen ohne Abkühlung in der Nacht sind nicht bloß unangenehm, sie wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus, wie der neue Sachstandsbericht Gesundheit, Demographie und Klimawandel zeigt ...

Was bedeutet "Technologieneutralität" im Verkehr?

Interessensvertreter von Industrie und Autobranche bemühen derzeit den Begriff der Technologieneutralität. Die Bundesregierung hat ihn als Leitprinzip in die österreichische Energie- und Klimastrategie aufgenommen. Aber was bedeutet „technologieneutral“ im Zeitraum bis zum Jahr 2030? Spätestens dann sollten keine Pkw, die Benzin oder Diesel verbrennen, mehr neu zugelassen werden, damit Österreichs Klimaziele im Verkehr erreichbar bleiben.....

Trotz besserer Motorentechnik verbraucht der Pkw-Verkehr immer mehr Energie

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2010 ist der Durchschnittsverbrauch der europaweit neu zugelassenen Pkw im Jahr 2017 im Vorjahresvergleich gestiegen (CO2 pro Kilometer laut Normverbrauch). Diesel-Fans sehen den Grund in den rückläufigen Verkäufen von Diesel-Pkw. Doch das ist ein Fehlschluss. Im Gegenteil...

Infrastrukturpolitik an Klima- und Energieziele anpassen

Im Jahr 2030 darf der Verkehr höchstens 15,7 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen – so das Ziel der Klima- und Energiestrategie von Österreichs Bundesregierung: „Im Mobilitätsbereich sind aufgrund massiver Emissionssteigerungen um 66 % seit 1990 besondere Reduktionen gefordert.“

Zersiedelung schafft soziale Probleme in der Mobilität

Mobilität unabhängig von Alter, Gesundheit und finanziellen Mitteln sicherstellen
In den Jahren 1961 bis 2000 wurden in Österreich etwas mehr als eine Million Einfamilienhäuser errichtet – sehr oft weit von Ortszentrum, Nahversorgung oder Öffentlichem Verkehr entfernt. Im Jahr 2025 werden etwa 1,9 Millionen Menschen in Österreich 65 Jahre oder älter sein – das sind um 300.000 Personen mehr als heute. Können verschiedene Einrichtungen von zu Hause nur mit dem Pkw erreicht werden, sind neben älteren Menschen auch Kinder, Jugendliche und andere Personen ohne die Möglichkeit, jederzeit selbst Auto zu fahren, in ihrer Mobilität massiv eingeschränkt...

Personenverkehr auf der Bahn ist fünf mal energieeffizienter als mit Pkw

Energieeffizienter Öffentlicher Verkehr
Allein der Pkw-Verkehr der Privathaushalte im Bundesland Vorarlberg verbraucht beinahe so viel Energie wie alle Bahnen in Österreich im Personenverkehr. Mit diesem Energieaufwand wurden im Jahr 2016 in Vorarlberg 2,3 Milliarden Personenkilometer mit dem Auto zurückgelegt, dagegen mit der Bahn in ganz Österreich 12,6 Milliarden Personenkilometer.

Welche Faktoren über den Wechsel zwischen Auto und Bahn entscheiden

In keinem anderen EU-Staat werden pro Kopf so viele Kilometer mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gefahren wie in Österreich. Im Jahr 2016 wurden in Österreich pro Kopf 2.265 Kilometer auf der Schiene zurückgelegt. In Europa sind es nur beim Spitzenreiter Schweiz, dank dessen dichten Bahnnetzes, noch mehr Schienenkilometer.

Es geht nicht um punktuelle Verbesserungen, sondern um einen massiven Ausbau des Öffentlichen Verkehrs insgesamt. Beispielsweise ist aufgrund der Flexibilisierung von Arbeitszeiten und der Zunahme an Teilzeitjobs auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten für ein gutes Angebot mit regelmäßigen Verbindungen zu sorgen.

Beate Littig
Eingeübte Mobilitätspraktiken sind veränderbar

Soziologin Beate Littig über die Aufgabe der Politik, Anreize und niederschwellige Gelegenheitsstrukturen für die Änderung von individuellen Mobilitätsroutinen zu schaffen.

Ulrich Brand
Die dritte Piste ist eine verpasste Chance

Ein Kommentar von Politikwissenschaftler Ulrich Brand zur imperialen Lebensweise, der Ausbeutung von Mensch und Natur und zu den Chancen auf Veränderung durch das Aufzeigen von Alternativen.

„Road Diets“: Warum international Straßen immer öfter auf Diät gesetzt werden

Auch in Amerika ist„größer“ nicht immer „besser“. Road Diets heißt ein Programm des U.S. Department of Transportation, das von zahlreichen Städten der USA umgesetzt wird. Straßen werden vor allem mittels Reduktion von Fahrstreifen verschmälert, vor allem um die Verkehrssicherheit zu erhöhen…

Warum die E-Mobilität nicht auf den Wasserstoff-Durchbruch warten kann

In der Diskussion rund um das E-Auto wird häufig auf die Vorteile von Antriebskonzepten mit Wasserstoff als Energiequelle verwiesen. Die Hoffnung vieler beim Wasserstoff-Auto ist: So wie bisher kann an der Zapfsäule schnell für eine große Reichweite getankt werden - statt Benzin oder Diesel dann Wasserstoff beziehungsweise Treibstoffe auf Wasserstoffbasis. 
Andere verweisen auf den Vorteil von Wasserstoff, kurzzeitig überschüssigen Ökostrom, etwa in einer sehr windigen Nacht, mittels Wasserstofferzeugung verwerten und speichern zu können.

Digitalisierung und Mobilitätsdienstleistungen entkoppeln individuelle Mobilität vom Fahrzeugbesitz

Bei der Frage nach der "Mobilität der Zukunft", ist oft bloß der Antrieb gemeint. Tatsächlich geht es darum, individuelle Mobilität neu zu organisieren und zu begreifen. Digitalisierung, Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle entkoppeln Mobilität immer öfter vom Fahrzeugbesitz.